FDP Saar will schnelleren Ausstieg aus Atomkraft
Saarliberale wollen höhere europäische StandardsZu dem Moratorium der Bundesregierung für die Laufzeitverlängerung der deutschen Kernkraftwerke und den energiepolitischen Perspektiven für das Land äußert sich Oliver Luksic, saarländischer Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der FDP Saar, wie folgt:
"Die Ereignisse apokalyptischen Ausmaßes in Japan bewegen die Menschen und machen zutiefst betroffen. Angesichts der nicht mehr beherrschbaren Probleme in japanischen Kernkraftwerken, allen voran im AKW Fukushima, kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Nach Japan ist die Welt eine andere als vorher. Es muss es nun zu sicherheitsbezogenen Konsequenzen für die Anlagen in Deutschland kommen, wenn es auf alte Fragen neue Fakten gibt. Ich begrüße daher das schnelle und entschlossene Handeln der Regierung ältere Meiler abzuschalten. In den kommenden drei Monaten werden alle Kernkraftwerke unabhängig von regulären Kontrollen noch einmal auf ihre Sicherheit hin kritisch überprüft. Die FDP hat sich für die Kernkraft immer als zeitlich befristete Brückentechnologie ausgesprochen. Jetzt gilt es aus den Ereignissen zu lernen und den Ausstieg aus der Kernenergie zu beschleunigen. Im Vordergrund steht die Sicherheit."
Nach Meinung des FDP-Landesvorsitzenden müssen jetzt hohe europäische Standards geschaffen werden. "Wir müssen jetzt diskutieren ob es nicht mittelfristig Sinn macht die Kompetenz für die Sicherheit von Kernkraftwerken auf die EU zu übertragen, da es sich hier um ein Grenzen überschreitendes Problem handelt. Kurzfristig werde ich mich auf Bundes- und Landesebene auch für eine kritische Überprüfung von Kraftwerken in Grenznähe wie Cattenom einsetzen. Es nutzt wenig wenn wir in Deutschland die richtigen Lehren ziehen,es um uns herum aber anders weiterläuft."
