Oliver Luksic

Brexit und Logistik

Vorbereitung der Bundesregierung ist ungenügend

Die Bundesregierung weiß seit fast drei Jahren, dass Großbritannien die EU verlassen wird. Seit mehreren Monaten ist klar, dass ein harter Brexit Realität werden kann. Die Konsequenzen für die exportorientierte deutsche Wirtschaft wären einschneidend. Eine perfekte Vorbereitung von deutscher Seite sieht allerdings anders aus, da sind andere Staaten weiter. Bundeswirtschaftsminister Altmaier spricht zwar von intensiver Vorbereitung, die Bundesregierung hat aber von 900 zusätzlichen Stellen beim Zoll nur 70 in 2019 besetzt. Das ist ungenügend und fahrlässig, und riskiert einen Logistikstillstand von und nach Großbritannien. Bei einem ungeregelten Brexit droht ein Logistikchaos. Dies würde realwirtschaftlich und von der Macht der Bilder her einen sehr negativen Effekt haben, der in dieser labilen konjunkturellen Lage eine Rezession auslösen könnte.

Nach wie vor sind laut der kleinen Anfrage der FDP Fraktion Bundestag einige auch eher skurrilere Einzelfragen zum Warentransport ungeklärt, beispielsweise zu welchen Bedingungen Pferde sowie Formel-1-Fahrzeuge und deren Ersatzteile über die Grenze kommen können. Viele Formel-1-Rennställe sind in Großbritannien angesiedelt.