Oliver Luksic

Zu wenig E-Ladesäulen an Autobahnen

Subventionsdschungel hindert Ausbau

Die Bundesregierung setzt voll auf batteriegetriebene E-Mobilität. Da diese aber bei der Reichweite gegenüber Benzin- und besonders Diesel-Pkw hinten liegt, bedarf es eines flächendeckenden, leistungsstarken Versorgungsnetzes. Nur mit Turbosäulen und kurzen Ladezeiten wird der Verbraucher sich für ein E-Auto entscheiden. Kein Autofahrer wird zwei Stunden Ladezeit akzeptieren.

Das von 3.197 Ladepunkten direkt an Autobahnen und Bundesstraßen nur 412 Schnellladepunkte sind, ist daher ernüchternd und geht weit am Versprechen des Koalitionsvertrages vorbei bis 2020 ein Drittel Schnellladesäulen zu gewährleisten. Die Bundesregierung muss ihren Subventionsdschungel aus Kaufprämien und unterschiedlichsten Förderprogrammen zurechtstutzen und stattdessen eine übersichtliche, gezielte Förderung für die E-Ladeinfrastruktur ermöglichen.